un peu d'air sur terre
OF THE MESS YOU LEFT WHEN YOU WENT AWAY
IT'S NOT FAIR, TO DENY ME
OF THE CROSS I BEAR THAT YOU GAVE TO ME
YOU, YOU, YOU OUGHTA KNOW
YOU OUGHTA KNOW
ich reiße alle knöpfe ab. ich werfe die gläser um. ich verliere ständig den halt. ich verknote alle kabel, verwasche farben, räume mit einer unbewussten bewegung ganze tische ab. wegen mir: motorregelungssystemfehler, abgefallene ersatzreifen auf der autobahn, weggebrochene auspuffrohre. wegen mir: kratzer im venyl. ein ellbogen im gesicht. webcam-obsessionen. süß und lustig. lust-ich und süß? ohgott, ja. und noch so vieles mehr. [keine chance!]
> Meine Worte stoßen ständig an Grenzen, gängeln mit Leichtsinn über Gräben, fallen, ohne dass der Mund es merkt. Worte sind in diesem Herzschlag keine Basis. Kein Fundament, auf das ich bauen kann. [fail]. Es sind die Bilder, verstehst du? Nicht mehr als Bilder.
non c'è niente da dire
non ho mai detto
perchè
non c'è nessuna parola
da dire
solo immagini
dabei steht mir das alles überhaupt nicht zu; das ist keines dieser großen kapitel über eine unglückliche liebe. oder eine gescheiterte beziehung. ich liebe (!) nicht. nicht auf diese herkömmliche achterbahnweise. in mir ist alles zementiert, da ist kein platz für schmetterlinge. [allenfalls für die zweifel, die dieses ganze konstrukt von kopf bis fuß durchziehen]. aber ich bin glücklich, gerade. das bedarf wirklich keines subtextes. das sind nur gefühle. nur! geh! fühle! und ich will und ich brauche, und ich reiße mir das t-shirt effektvoll vom leib, damit ich frierend an dem geländer lehnen, und nach unten sehen kann. [fair? wer redet hier von fair?]. da ist nichts, außer die welt. das ist nichts als mein wahnsinnslachen, das aus mir herausbricht, während zum zehnten mal das telephon klingelt. während die sonne den himmel flutet. während sich das denken immer mehr in sich selbst verfährt. dann folgt das aufstehen zum halben preis. die müdigkeit als fallbeil, das den kopf so sauber vom körper trennt, dass dieser es gar nicht bemerkt.
nein. du warst nie hier. never ever. happily after.
das ist nur die wochenendpoesie schrägstrich soft-depression, die mir zum hals raushängt; sind die texte, die ich schreibe, während ich manisch zwischen leuten festklemme, feststecke; ist die musik, die mich dröhnend von der existenz befreit, - existenzialismuspop in schwarz und bunt, - und dann rollt die bahn weiter ratternd über schienen und lässt alles zurück. dich, mich, die relationen. [während dem sex bricht der lattenrost. während dem reden bricht ein backenzahn. während dem leben bricht das herz, und trotzdem fügt sich alles neu].
ich werde noch mehr verlieren, weil ich dich nie berühren kann, mit meinen worten, mit meiner seele, mit allem, was mich am leben hält, und vielleicht auch mit meinen fingerspitzen. ich werde dich nie bereichern, werde dir nie die wunder schenken, zu denen ich fähig bin, werde ersetzbar, austauschbar, relativierbar sein. werde mit dem X geschlossen und vergessen sein. und das ist okay. ich mache weiter haken auf meine liste, fühle mich bereichert durch die kurzen shortcuts, die mir dieser film im vorübergehen auf der netzhaut hinterlässt, durch die flüchtigen worte, und die bilder. das ist eine erfahrung, die alles umkrempelt, - alles bisherige infrage stellt, und niederreißt. sein als randerfahrung. werden als absolution. ich werde durch dich. [das ist übertrieben, - aber ich muss übertreiben, damit ich verstehe / du verstehst]. es gibt immer eine null-punkt-energie. horror vacui? total fürn arsch! ich habe einen rahmen gebraucht, und du hast mich jetzt darin eingeschlossen. also. expandieren wir. expandieren wir endlos bis dieses nichts durchdrungen ist.
i am here to remind you: ti ringrazio per acettare é il mio privilegio.

