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Sonntag, 18. Oktober 2009

In der Zwischenzeit.

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Asche. Wir zerreiben sie zwischen unsren Fingern. Heizt die Hochöfen!, und als Ruß steigen die Träume auf, die wir im Dunst erdachten, nach denen wir uns sehnten. Asche, Asche. Sie senkt sich wie Blei auf uns, wir nehmen sie ein mit der Luft, und Luft ist es, was wir sein sollten. Federleicht sollten wir sein, in diesen Tagen. Zwischenkrise, nennt man unsre Epoche. Es ist eine neue Zeitrechnung, Zwischenkrise. Wir haben uns das Unglück zur Hure gemacht, wir haben die Hoffnung in Plastik geschweißt, wir haben Kostenbilanzen aufgestellt, die niemandes Rechnungen ausgleichen. Und doch: Wir sind glücklich. Asche, Asche, Asche. Ein sanfter Regen aus grauen Eiskristallen. Der fruchtbarste Boden, ein Segen.

Das Neue ist.
Das Alte ist aufgestiegen wie brennendes Papier.
Die Stadt hat sich gehäutet, und das, was übrig bleibt, ist nackt.

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