and death shall have no dominion // und dem tod soll kein reich mehr bleiben
And death shall have no dominion.
Dead men naked they shall be one
With the man in the wind and the west moon;
When their bones are picked clean and the clean bones gone,
They shall have stars at elbow and foot;
Though they go mad they shall be sane,
Though they sink through the sea they shall rise again;
Though lovers be lost love shall not;
And death shall have no dominion.
And death shall have no dominion.
Under the windings of the sea
They lying long shall not die windily;
Twisting on racks when sinews give way,
Strapped to a wheel, yet they shall not break;
Faith in their hands shall snap in two,
And the unicorn evils run them through;
Split all ends up they shan't crack;
And death shall have no dominion.
And death shall have no dominion.
No more may gulls cry at their ears
Or waves break loud on the seashores;
Where blew a flower may a flower no more
Lift its head to the blows of the rain;
Though they be mad and dead as nails,
Heads of the characters hammer through daisies;
Break in the sun till the sun breaks down,
And death shall have no dominion.
* * *
Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.
Die nackten Toten die sollen eins
Mit dem Mann im Wind und im Westmond sein;
Blankbeinig und bar des blanken Gebeins
Ruht ihr Arm und ihr Fuß auf Sternenlicht.
Wenn sie irr werden solln sie die Wahrheit sehn,
Wenn sie sinken ins Meer solln sie auferstehn.
Wenn die Liebenden fallen - die Liebe fällt nicht;
Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.
Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.
Die da liegen in Wassergewinden im Meer
Sollen nicht sterben windig und leer;
Nicht brechen die, die ans Rad man flicht,
Die sich winden in Foltern, deren Sehnen man zerrt:
Ob der Glaube auch splittert in ihrer Hand
Und ob sie das Einhorn des Bösen durchbrennt,
Aller Enden zerspellt, sie zerreißen nicht;
Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.
Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.
Keine Möwe mehr darf ins Ohr ihnen schrein
Keine Woge laut an der Küste versprühn;
Wo Blumen blühten, darf sich keine mehr regen
Und heben den Kopf zu des Regens Schlägen;
Doch ob sie auch toll sind und tot wie Stein,
Ihr Kopf wird der blühende Steinbrech sein,
Der bricht auf in der Sonne bis die Sonne zerbricht,
Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.
Dieses Gedicht verfolgt mich schon so lange;
es ist das einzige, das ich auswendig kann.
(Es ist überall dort, wo ich bin; jetzt auch hier).
Tod ohne Reich
Regelmäßig vor Ostern denke ich an dieses Gedicht.
Eine Realutopie des Lebens, wie sie intensiver nicht sein könnte.
Gibt es eigentlich eine Rezitation , vielleicht von Bob Dylan, der doch ein großer Verehrer von Dylan Thomas ist?
Ich wünsche allen, die die Zeilen lesen,
einen Schuss utopische Hoffnung
und trotz des scheußlichen Wetters (2008) schöne Ostern.
Digit (Dr. Gert Traupe)
























btw. fern hill hat mir definitiv zu viele strophen, um es je beherrschen zu können; viel zu viele strukturen, etc. trotzdem: ich finde es tatsächlich sehr schön, dass es mehr menschen gibt, die thomas überhaupt kennen. [ich hatte in der vergangenheit immer das gefühl, ein aussätziger zu sein; da konnte solaris leider auch nur sporadisch helfen].
Und das mit dem Gefühl aussetzig zu sein, wird sich in Zukunft zumindest mit Thomas etwas bessern, schließlich wird gerade sein Leben in einem Spielfilm verarbeitet. Keira Knightley spielt die Geliebte und die Ehefrau spielt Sienna Miller, die übrigens die Tochter der Filmmacherin ist, oder so...(äh, man merkt wahrscheinlich, dass ich davon auch noch so gar nichts weiß, außer das wenige Geschriebene). Na ja, auf jeden Fall werden danach einige mehr in Deutschland Dylan Thomas kennen. Was es auch einfacher machen wird seine Werke in der Buchhandlung zu bekommen ohne sie vorbestellen zu müssen.