Donnerstag, 29. November 2007

eat so many lemons

... went away for love ...


Es führt alles zurück zu dir nichts.
[Ist es denn vergebene Liebesmüh?].

Hektisch umkreisen wir einander, und betasten uns nachlässig mit Sätzen, die viel zu viele Fragezeichen enthalten, um noch Aussagen zu sein. Beiläufige Sätze, wortlose Sätze, stumm und tonlos, - ohne Lippen, die sie formulieren, ohne Zungen und Zähne, ohne Kehlen, denen sie entkommen könnten. Zickzacksätze in einem Zickzackleben, alles berührungslos, unfrei, unbedacht. Reine Existenzen. Wir existieren aneinander vorbei.
Also gehst du mir aus dem Weg, oder bleibst wortlos an einem Fenster stehen, um den Wolken Namen zu geben, und ich? Ich schweige in mich hinein, in diese Welten aus Glas, in dieses Universum an Worten, in dieses Alles, das mich ausfüllt, und bin genauso blind wie du. So stehen sitzen liegen wir dann nebeneinander, stumm und bewegungslos, ratlos, und spielen mit dem Besteck auf unseren Tellern. Ich denke, wir haben uns da in was verfahren ...

Ja, eingefahren, in Sackgassen ohne Wendeflächen.


Im Café vergesse ich die Zentimeter, die den Muskel von der Drüse trennen; vergesse die Kilometer zwischen Herz und Nieren; vergesse die Lichtjahre, die aktuelles Fühlen vom vergangenen trennen. Was bleibt ist das Zelluloid, das die Welt zur Ewigkeit gefriert. [Wer bist du, wer warst du?]. Gibt es die Vergangenheit denn überhaupt noch? Oder bleibt nur dieser kreisrunde Kaffeefleck auf dem weißen Papierdeckchen, und der gläserne Aschenbecher, in dem Salz- und Pfefferkörner liegen? Ist es dieses nicht-können, sich nicht lösen können, sich anschauen, sich anfassen können, nur betreten sein?


Glücklichsein ist keine Bürde, sage ich am Ende des Films und streiche mir das Popcorn vom Schoß. Auf der Leinwand fliehen die Namen. Das Rascheln von Jacken, von Stoff an Stoff, dringt leise nach vorn. Dann schaust du mich an, - nur für einen Moment, - und schaust wieder weg. Was verstehst du schon vom Glücklichsein?, - das liegt dir auf der Zunge, das seh ich ganz genau.

Nichts natürlich. Im Grunde verstehe ich überhaupt nichts.

Weder von dir, noch von mir selbst. Und das ist okay.



Wir haben uns lange genug unglücklich gemacht.
Wollen wir damit weitermachen?


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