Umzugsattacke. Pt.2

Die Sturmhöhe verliert ihren Wind.

Das sind die letzten Minuten bevor ich nach Stepford-Ville abhaue, zum Muttertron, und so hinterlasse ich die Sturmhöhe in organisiertem Chaos; schwarze aufgeblähte Plastikbeutel, pappige Kistentürme, jede Menge Tüten und Taschen, und so weiter und so weiter. Dieses Chaos ist einer der Gründe, weshalb ich hier nicht bis zum 28ten warten kann, - es macht mich (schlicht) verrückt. Also hau ich ab, das kann ich gut.

Ich werde in wenigen Minuten die Stecker ziehen, - der Laptop kommt schätzungsweise mit nach Stepford-Ville, (und Command & Conquer für das Bisschen Freizeit zwischendurch); der Fernseher, das Telephon, das Internet. Ich stelle den Strom ab. Das nächste Mal, wenn ich die Wohnung betrete, dann nur, um sie restlos zu leeren, um all den Krempel in ein Auto zu laden, - ich werde kommen, um zu verschwinden. Keine Nacht mehr, - der Futon lehnt an der Wand, - und kein Morgen; ich werde hier nie mehr irgendetwas machen, außer eben Kisten- und Möbelschleppen. Gott sei Dank.

Wie es weitergeht weiß ich selbst noch nicht.
Auf das Internet werde ich auf jeden Fall eine Weile verzichten müssen, - also nicht wundern, dass ich mich ein paar Tage oder Wochen nicht melde. Ich weiß überhaupt nichts, und dieses Nichtwissen wirkt wie ein sanftes Schlafmittel: es lullt mich ein, und macht jede meiner Handlungen traumwandlerisch.




Schluss damit.

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