Donnerstag, 24. April 2008

...

LÖSCH MIR DIE AUGEN AUS: ICH KANN DICH SEHN
WIRF MIR DIE OHREN ZU: ICH KANN DICH HÖREN.
UND OHNE FÜSSE KANN ICH ZU DIR GEHN,
UND OHNE MUND NOCH KANN ICH DICH BESCHWÖREN.
BRICH MIR DIE ARME AB, ICH FASSE DICH,
MIT MEINEM HERZEN WIE MIT EINER HAND.
HALT MIR DAS HERZ ZU, UND MEIN HIRN WIRD SCHLAGEN,
UND WIRFST DU IN MEIN HIRN DEN BRAND,
SO WERD ICH DICH AUF MEINEM BLUTE TRAGEN.

[RAINER MARIA RILKE]

AiHua - 24. April, 14:36

Hab ich mich erschreckt.... passiert mir immer wenn das Namensgebungsgedicht irgendwo auftaucht.
Es ist mit Der Auszug des verlorenen Sohnes mir eines der liebsten Gedichts von Rilke.

"Nun fortzugehn von alledem Verworrnen,
das unser ist und uns doch nicht gehört,..."

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morbus - 24. April, 14:52

könnte nicht, tut es. (ich mag allerdings sehr viele gedicht von rilke: die welt die monden ist, die liebende, die welt steht auf mit euch, du mußt das leben nicht verstehen, abschied - bspw. aber der auszug des verlorenen sohnes passt momentan, oder für diese phase meines lebens, wie faust auf auge. daher).
AiHua - 24. April, 15:02

Ja, sowas dachte ich mir schon.

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