In Memorandum
LETHE
MIJO
LEE
HUNTER
FELIX
TAZ
PROSPERO
verstummt verschwunden verstorben verzogen verblasst
Es ist traurig, wie allmählich alles vom Mond gefressen wird. Die Erinnerung an Menschen, - das flüchtige Gefühl einer Berührung. Anteilnahme am Fremden, am Unbekannten, am Leben der Anderen. Jetzt nur: Spuren im Sand, von der Gischt der Wellen zurück ins Meer gestrichen, und darüber, irgendwo in der Ferne: Die Möwen.
Ein Trauergesang für die Verschwundenen.
Tinnitus für euch. Sterbende Nervenzellen.
Ich wäre euch gerne einmal begegnet.
(Bei manchen besteht natürlich noch Hoffnung).
Dennoch. Mittlerweile fühle ich mich wie ein Fossil. Alles um mich herum wird zu Öl und Diamanten und ich liege in meiner eigenen kleinen Schmutzschicht, konserviert und für die Vergänglichkeit aufgehübscht; ich bleibe Knochen und Sand. Alles andere vergeht. (Ich natürlich auch, aber nur viel langsamer).
13. Februar 2004. Das ist so lange her. Das ist ein anderes Leben, ein anderer Mensch, eine andere Geschichte.
ende - anfang
ende - anfang
anfang - ende
alan-skeleton-morbus
schwarzweißfilme mit dunkelrote kirchen in einer schale...
.................was bleibt -
.......frequenzfragmente
...........ein hintergrund nur rauschen
.........der blasse mond.....
und eine Kaufland-Tüte an der Wand -
und eine hand - die in die leere greift -
Liebe mich und die schale zerbricht....
also ich. äh. bemühe mich ja wirklich um zusammenhänge, in meinem leben. (ich bin mein eigener luzider traum). hier, jetzt, geht mir das allerdings irgendwie flöten.
das memorandum war nicht dazu gedacht, ein echo auf andere einträge auszulösen. (schon gar nicht random). es irritiert mich daher ein bisschen.
1. wer bin ich, dass ich die liebe zum letzten wort setze? zu dem gedanken, der es wert ist, die ewigkeit zu überdauern? was ist mit hoffnung? oder glaube? was ist mit freundschaft? ich kann & will es nicht darauf reduzieren; will & wollte nie die antwort darauf wissen, denn ich weiß, dass nur die fragmente bleiben, & selbst das ist letzten endes flüchtig. (ein fragment für die zukunft könnte auch lauten: wir haben gelebt). es ist nichts als ein spiel mit der ewigkeit. [@aihua: stimme dir daher zu].
2. die faksimile der vergangenheit bringen sie nicht zurück; schwarzweißrauschen & schalenwelten, - wie sollte das eine gelebt & das andere durchbrochen werden? es ist alles da, nichts ist da. anfang & ende fallen auf denselben punkt im raum. sonst ist alles gleich weit, gleich nah. [@la vida es sueño: falls dir noch mehr diesbezüglich durch den kopf geht, kannst du mir auch ne e.mail schreiben].
dear tyrannosaurus,
Konstruktivismus
...sondern war nur ein gedankenspiel von mir
mein eigener luzider Traum.....
ich wollte in dein Memorandum -
nur ein gedankenspiel reinbringen mehr nicht ...
























schwarzweißfilme
Oder ein Wort, ein einzelnes, ...
Was würde man der Nachwelt hinterlassen?
Was wäre so wertvoll zu überdauern?
Was bliebe? ...die liebe
wenn ich in den sprachen der menschen und engel redete, ...hätte aber die liebe nicht, ...wäre ich dröhnendes erz oder nur eine lärmende pauke. ..
......und wenn ich prophetisch reden könnte und alle geheimnisse wüsste - und alle erkenntnis hätte- wenn ich alle glaubenskraft besäße -und berge damit versetzen könnte, -hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. ...
Die liebe hört niemals auf !! und alte schwarzweißfilme, die im hintergrund rauschen....
Zum einen gibt es noch viel mehr als nur Liebe allein. Und zum anderen sehe ich nicht, dass die Liebe an sich (um ehrliche, richtige Liebe zu sein) sie ewig sein muss. Vielleicht ist die Flüchtigkeit ja sogar das Zauberhafte daran!