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Berlinfragment

... und so viel Welt, überall. Egal wohin man auch sieht: die Menschen sind schon dort. Überall: Körper.

Auf dem Alex fließt unermüdlich der Verkehr, die Simon-Dachstraße ist in Licht getaucht, - rot, weiß, - und grüne Lampions wackeln an den Fenstern, in der Brunnenstraße stehen Männer in schwarzen Hemden und Frauen in schwarzen Kostümen und trinken Prosecco aus Plastikbechern, - die Vernissage, die Vernissage, du verstehst? das ist etwas ganz Neues, - und die Bilder sind unscharf dort hinter Glas gefasst, und dann funkelt die Sonne, grell und kalt, dort: Das silberne Fußkettchen einer Frau, - und rasselt fort, und fort und immer weiter. Über die Brücken der Spree, an den Geleisen entlang, wo immer Züge rattern, und ist bald ganz aus Blick und Sinnen.

Vor dem St. Oberholz stehen zwei schlanke großgewachsene Männer in Röhrenjeans und unterhalten sich mit einer Gruppe japanischer Touristen, - englische Worte flattern vorbei, tauchen ein in das Italienisch und Französisch der Anderen, und ist Teil der Kakophonie, des Lärms zwischen dem Rauschen der Reifen, - beständig wie der Wind zieht es vorbei, - und darüber das Zwitschern; sind es denn Vögel?
Es riecht nach Crêpes, von irgendwoher, und Zigarettenrauch, verquirlt in den Duft eines jungen Mädchens; Sommerfrüchte, frisch und fruchtig, ein Biss in rote Kirschen, und dann eilen die Schilder, geduckt an Häuserfronten, schwarze Männer auf weißen Plastikstühlen, - sie reden und lachen mit weißen, blanken Zähnen dem Himmel entgegen, und zerdrücken die Coladosen zwischen ihren Fingerspitzen, fast so, als berührten sie die Luft dazwischen. Immer weiter, Straßennamen jagen einander. Was sie bloß zu gewinnen vermögen? Was sie nur suchen?

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