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not frames, but spaces

Fragmentisierung:

Sie trank ihren Kaffee entkoffeiniert, aber meine Träume nahm sie pur. (Es war ein Wintertag).


Ich lag im weißen T-Shirt da, Shorts in grün, darunter nackte Haut. (Die Linie aus Haar verschwand immer kurz vorm Saum). Daneben: Der orangefarbene Gedichtband von Paul Celan. Auf Seite 20 stand:

Auf Reisen

Es ist eine Stunde, die macht dir den Staub zum Gefolge,
dein Haus in Paris zur Opferstatt deiner Hände,
dein schwarzes Aug zum schwärzesten Auge.

Es ist ein Gehöft, da hält ein Gespann für dein Herz.
Dein Haar möchte wehn, wenn du fährst - das ist ihm verboten.
Die bleiben und winken, wissen es nicht.


An den Fußknöcheln zeichneten sich die Spuren getragener Socken ab: Das Gummiband hatte eine dünne, hellrote Linie aus Strichen auf der Haut hinterlassen. Auf dem Boden links neben mir war die restliche Kleidung angehäuft, darunter eben auch die Socken. (Sonst: Ein roter Pullover mit ausgefransten Ärmeln und die Jeans). Kondome waren nicht dabei. Auch kein Messer. Kein Talisman. Irgendwie ging alles verloren. Zumindest auf die ein oder andere Weise.

Die Hände strichen das Haar,
die Lippen schmeckten der Zahnpasta nach.
Das Verlangen endet nicht im Morgengrauen.

Ich drehe mich aus dem Kissen heraus und in etwas hinein, was meine Gedanken waren, das jetzt aber wie Ausschussware im Kaufhaus auf Kleiderbügeln hängt; es ist nichts, was man wirklich behalten will. Es ist nur etwas, das man vorübergehend aufträgt. Etwas, mit dem man spielt. Gelangweilt legen es die Finger zur Seite. Ein Spielzeug, das kaputt geht.

Ich wache auf. Die Wände zergehen mir beim Anblick zu Watte und Erinnerungen: So bist du. #


Du legst mir die Hand auf die Schulter, sagst: Warum nicht?, und meine Augen küssen dein Gesicht mit jedem Blick.

Anders: Durch die Jalousien fällt das Licht auf deinen Körper. Dein Haar ist wirr. Dein Herz ist es auch. Das ist verzeihlich. Alles ist verzeihlich. Sobald du sprichst, sobald du die Hand nimmst, die in meiner zu brennen beginnt, auf meiner Brust, in den grünen Shorts, im Arm der Dornenranken, Arm in Arm mit Unschuld und Ungeduld, die dir die Lippen zerbeißen. Drüben, auf der anderen Straßenseite, heulen die Hunde, und wir, die wir nur im Bett liegen, wir heulen auch.



Ich bin nichts als dein Traum.
Du nippst an mir,
verbrennst dir Zunge und Rachen,
gehst weiter mit dem leer werdenden Becher,
der mein Körper ist,
gehst weiter, raus,
gehst
suchst einen perfekten Tag zwischen vielen,
und ich?

Ich suche nicht.


Der Himmel könnte blauer nicht sein.
Und Jerusalem zupft mir morgens am Ärmel.


So sind die Tage.
Die Tage vor X.

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