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Dienstag, 3. März 2009

Denkmal

[...] was ich realisieren will? mein leben. meine vorstellungen vom leben. ich weiß, klingt kryptisch, nicht ergiebig. aber im grunde ist es nicht mehr als das. ich hab mir zu oft die lippen kaputt gemacht, blutig gebissen, sauber geküsst; das fleisch lag aus, lag überall, auch das mangelt irgendwann. ein bisschen melodramatik mischt sich mit der melancholie, die glücklich machen will. ich wünsche zu schreiben, mein leben lang, tausend bücher. ich will irgendwann aufwachen, morgens, & den wind im haar haben & fremde finger; eine berührung von haut an haut, während die weißen vorhänge über das parkett rascheln; kaffeegeschmack auf den lippen, während der alltag sachte an die türe klopft. ein zuhause. ich hatte nie eins. geborgenheit vielleicht, so romantisch, so verkitscht es klingt. weniger möglichkeiten, mehr realisierung von träumen. nachts rettungsreifen von spreebrücken klauen. im kino sitzen, während eine schlechte komödie läuft, & für alle die pointen versauen, in dem man an den falschen stellen lacht. küssen bis der atem stillsteht. kleinigkeiten. momentaufnahmen. ich war seit jahren auf der flucht davor. [...]

aus einem mail an d.

sehnsüchtig wie immer, der herr.

ich werde mich an eine mail oder einen brief machen, auch wenn meine zeitplanung und meine finanzen dagegen sprechen. und auch, wenn wir schon seit wochen auf ein persönliches lebenszeichen von dir warten (;

wir wundern und wundern uns.