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Sich bemühen, abmühen, sich zur Mühe ins Bett legen, zur Hure, die sie ist, & Unzucht mit ihr treiben, morgens: Ein Wegseufzen aller Träume, ein Aufschlagen im Kissen als sei es aus Beton, - von der Unkenntlichkeit verzehrt nickt das Spiegelbild dann dem Körper zu, dem leberfleckigen Rippenbogen, dem angenarbten Hüftknochen, den müden & ewig blicklosen Augen, & nichts vermittelt mehr Ungewissheit als dieses ganze Jetzt, als diese Bewölkung, die den Sommer tilgt.
Was? Der Satellitenmund kreist beständig um mich rum, küssen?, niemals. Nicht niemals, sag so was nicht. (Trotzig sag ich's). Das verliert den Sinn an der Kasse im Supermarkt, - mit Brot steh ich da, & lache, - an der Haltestation Stadtmitte, die stadtlos ist, weil ständig mehr & immer mehr Menschen ins Innere der S-Bahn strömen, Schultern schaben aneinander, Hände reiben sich, eine Brust, die an eine andre stößt, Lachen, Husten, Tanz um Silberstangen, - das ist irreal, das ist nicht die Wirklichkeit.
Die Wirklichkeit ist: Telephonklingeln, Münzscheppern, Augenbrennen, schmutziges Geschirr, Krümel auf den Socken, Berge von Wäsche, ungelesene Bücher, ein schweres Herz, fahrige Blicke, T-Shirts, - falschherum getragen, - Durst, Aufsein, nachts um halb eins, um halb drei, um fünf, wenn der Morgen graut, quietschende Schuhsohlen, Hunger, Geilheit, - verpackt in grellen Träumen, - Fußwippen, umgefallene Papierstapel, Denkfehler, Schreibzwänge, Becksflaschen, klirrende Wolken.
Gib mir Süße ein, längst ist das Bittere getrunken.

