Cine-Mania

Sonntag, 14. Februar 2010

et les Messieurs.

Als weiterhin getagged gebe ich den Herren die Klinke in die Hand, ebenfalls dreizehn. (Natürlich). Teils monströse, teils feine, humorige, abszöne, - bei den Herrn darf's gern schmutziger sein, hässlicher, düstrer. (Mit hässlich meine ich übrigens nicht das Äußere).

Die Reihenfolge ist (auch hier) rein willkürlich.

alpacino
Al Pacino
hier

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Christian Bale
hier

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Edward Norton
hier

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Gael Garcia Bernal
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Heath Ledger
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James Dean
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James McAvoy
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Johnny Depp
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Mickey Rourke
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Sean Penn
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Leonardo diCaprio
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Vincent Cassel
hier

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Willem Dafoe
hier

Ich finde, es zeichnet sich da ein ganz klares Bild ab... Natürlich fehlen noch ein paar Helden, - Alan Rickman, Hugh Jackman (in vielen, vielen Rollen), auch Pitt, der, wenn er nicht immer mit derselben Emotionalität spielt, gut ist; oder auch Neuzugänge wie Ben Whishaw, den ich sehr schätze. Naja, es muss sich ja alles irgendwie beschränken.

Desweiteren habe ich den Gedanken, dieses Spielchen noch weiter zu treiben, - auf einer filmischen Ebene. Sehn wir mal, was die Geduld dazu sagt.

Samstag, 13. Februar 2010

Mesdames

Stilbrechend getagged werden ist einer von diesen gewissen Träumen... Ich gebe gerne den Markierten, weil's um die Schauspieler geht; erstmal um die weiblichen, die großen Schönen. Dreizehn hab ich mir ins Haus geholt, alle adorable, alle talentiert, alle schön, - erschreckend bisweilen; viele andere sind dabei natürlich auf der Strecke geblieben, besonders die alten Größen (Helen Mirren sei da nur beispielsweise am Rande erwähnt, ebenso wie Judi Dench, oder Julie Christie). Sei's drum.

Die Reihenfolge ist rein willkürlich.

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Audrey Tautou
hier

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Cate Blanchett
hier

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Elizabeth Taylor
hier

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Emma Thompson
hier

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Tilda Swinton
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Martina Gedeck
hier

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Helena Bonham Carter
hier

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Jennifer Connelly
hier

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Kate Winslet
hier

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Marion Cotillard
hier

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Nicole Kidman
hier

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Rachel Weisz
hier

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Julianne Moore
hier

Beiläufig sei noch erwähnt, dass ich die meisten Photos ein bisschen zu pornoesk finde; man siehe Kidman, man siehe Winslet, sieht ein bisschen zu fake aus. Es gibt bessere Photos, ich weiß. Für's Suchen hab ich nur gerade absolut keinen Nerv. Außerdem... Naja, so ein bisschen Porno... Ich meine, wir reden hier von mir. (Quote: Falls ich's noch nicht erwähnt habe: Brüste sind toll, rock on!, Julianne!).

Montag, 24. August 2009

The Darjeeling Limited

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Groß-art-ig.
Ich mag ihn einfach, diesen Wes Anderson.

Sonntag, 9. August 2009

Youth without Youth

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Next: Youth without Youth.
Man sitzt davor und denkt: WTF?! Zuerst leise, dann aber immer lauter werdend, besonders, weil der Trailer so nach Suspense-Kino aussieht. (Der Soundtrack, Mann, der Soundtrack!, & davon hab ich im Film nicht eine Note gehört). Aber das wird akzeptiert. So eine Geschichte muss sich ja entwickeln, denkt man. Auch wenn Untertitel bei so einer Entwicklung manchmal hilfreich gewesen wären. (Zwar ist mein Italienisch nicht ganz so perfetto, gereicht hat es dennoch; mein Sanskrit hingegen ist, naja. Ähm. Genau). Okay, okay. Weiter. Give it to me, Coppola!, & das tut er. Aus dieser zuerst recht offensichtlichen Hitler-versus-Der-Rest-der-Welt-Geschichte, die durch Blitzschlag & übernatürliche Lernfortschritte im Vakuum zu zerschrumpeln droht, wird dann etwas anderes, - völlig anderes. Nein, nicht diese viel umworbene Liebesgeschichte, & ja, genau diese viel umworbene Liebesgeschichte (mit der erschreckend deutsch akzentuierten Alexandra Maria Lara, die alles andere als deutsch sein will). Es ist mehr. Eine Mischung aus Dorian Gray meets Dr. Jekyll meet Mr. Hyde meets Dr. Faust meets, & da wären wir auch beim richtigen angekommen: Professor der Sprachwissenschaft, Dominic Matei.
Die Ursprünge der Sprachen. Darum geht es. Um die Zeit, die man nicht hat. Um die Liebe, die man verliert, die man opfert. Um das Gute, das Böse, & um den Preis, den man zahlt, um eines dieser beiden moralischen Prinzipien auch wirklich durchzusetzen. Um das Wissen, & die Jagd danach, & was es wirklich heißt, zu wissen.

Die tausend Fäden der Geschichte sind verworren; sie gehen von Rumänien in die Schweiz nach Indien, Italien & Malta; sie wechseln Zeit, Raum & Sprache; Perspektive, Gehalt & Zweck. Das kann ermüdend werden, ja, & teilweise war's das auch für mich. (Besonders dann, wenn Veronica, eben: Alexandra Maria Lara, Sanskrit murmelnd ins Gebirge geht). & das Ende, nunja, das Ende findet zudem noch in drei verschiedenen Gehirnen statt. (Eins: Dominic Matei; zwei: Francis Ford Coppola; drei: meins). Aber okay.

Man kann sagen, er sei visuell beachtenswert. Schauspielerisch ist er uneindeutig. (Auch wenn ich Bruno Ganz wirklich bewundere, seit jeher schon & vermutlich für immer). Uneindeutig deswegen, weil zu viel passiert. Zu viel in zu vielen möglichen Wahrscheinlichkeiten, auf vielen sich überlagernden Ebenen. Ein moralisierender Film? Nein. Ein Geschichtsfilm? Nein. Ein Superheldenfilm? Nein. Liebesgeschichte? Nein. & doch auf alles ein Ja. Nur eben kein lautes. Nur ein verwirrtes, unentschlossenes. So richtig weiß man's eben selbst bis zum Ende nicht.

Fazit: Entweder ist es ein verdammter Kultfilm. Oder abstrakt gewordener Scheiß, den man als Kult verkaufen will. Ich bin mir noch nicht sicher, wo ich es persönlich einordnen soll. (Ich tendiere eher zu ersterem). Tatsache ist: Das Buch steht jetzt auf der Liste. (Denn ja, es ist wieder eine von diesen gottverdammten Literaturverfilmungen, bei denen man erst am Ende herausfindet, dass sie tatsächlich auf einem Buch basieren). Auf keinen Fall suspense. So viel ist klar.

Samstag, 8. August 2009

Rachel getting married

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Der nächste Film: Rachel getting married. Kompliziert, kompliziert. Ich bin mir nicht sicher, ob die Utopie dieser Multikulturalität wirklich notwendig ist für ein Drama dieser Größenordnung. Ein bisschen hat mich das nämlich tatsächlich gestört. (Es fehlten nur noch die schuhplattlernden Deutschen, die einmal kurz mit Bier & Weißwurst als kulturelle Vervollkommnung mit reinschunkeln, - direkt nach der kubanischen Dub-Reggae-Queen & den brasilianischen Sambatänzerinnen). Aber gut. Gutgutgut. Das ist dann eben doch nicht ganz diese typische, amerikanische Hochzeit. Es ist mehr der Traum einer Hochzeit. Aus amerikanischer Sicht. Sei's drum. Die Hochzeit ist ja nur der Rahmen.
In Wahrheit ist es Anne Hathaways Kym, die diesen Film besonders macht. Die Tatsache, dass sie am Rande steht, obwohl es um sie geht; dass sie im Schatten ihrer Schwester bleibt, ohne dass ihre Schwester je die Hauptrolle hätte. Das überzeugt. Generell: Das Drama der achsoheilen Familie, die es nicht ist, & deren Risse so elementar unüberbrückbar werden je mehr sie es versucht, - das berührt; selbst dann, wenn die Geschichte tausend Jahre alt ist. Dass die Kamera so dicht am Geschehen ist, so mitten drin in den Gesichtern der Menschen, macht es nur noch heftiger. Realer. Lebendiger. Die schönen, meinetwegen trivialen Dinge, - wie der Wettkampf zwischen Vater & Schwiegersohn, wer schneller & effektiver die Spülmaschine einräumt, - bis hin zu den großen emotionalen Totalausfällen, nach denen man sich wundern muss, wie gleichgültig der Alltag meistens über sie hinweggeht, machen es authentisch.

Wie gesagt, einziger Nachteil: Diese teilweise bis zur Lächerlichkeit offensichtliche Rumreiterei auf kulturellen Bandbreiten. Sonst unglaublich gut. (& was der Trailer sagt, - this is not your family, but this is your family, - stimmt. Es ist unsere Famile. Ihre Probleme mögen andere sein, aber die Probleme sind die gleichen. Klingt nach tautologischen Erklärungsmustern? Kym weiß es besser).

Freitag, 7. August 2009

Running with Scissors

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Ich weiß. Allmählich geht ja doch alles den Bach runter. (Die Wirtschaft, die Umwelt, das Gesundheitssystem, etc.) Warum also mit den Worten ringen, ich meine: für den Moment? Lieber mal in die Sommerpause gehn, Fresse halten, mein ich. Das sagt mir schon meine Mandelentzündung. Das sagen mir die dreidutzend Filme, durch die ich mich jetzt kämpfe. Daher: Ein bisschen mehr Cine-Mania als in der Vergangenheit. Auch jetzt.

Running with Scissors also.

Im Vergleich zum kürzlich gesehenen Franklyn muss ich diesmal allerdings doch noch ein bisschen mehr sagen. Grund? Kategorie Eine von diesen Literaturverfilmungen. Ich kann's mir einfach nicht verkneifen, nein:

Mir hat das Buch damals, - wie viele Jahre ist das her?, tausend?, - wirklich wirklich (!) gefallen; ich mochte den skurrilen Humor, ich habe die Charaktere geliebt & gehasst, es hat mich berührt. Auf diese gewisse Art, - wie sagt man das bloß männlicher?, vermutlich gar nicht, - die einen noch weit über das Buch hinaus beschäftigt. Dann kamen die Jahre, & die Flut an Büchern, die Veränderungen, das Vergessen vor allem, & allmählich hatte ich verdrängt, warum ich Running with Scissors so vehement gegen alle Aussortierungen verteidigt habe. (Als ich nach Berlin umgezogen bin, stand ich vor der Wahl, einige Bücher aus dem alten Fundus bei meiner Mutter zu lassen oder mitzunehmen). Ich erinnere mich nicht mehr an den Schreibstil, zugegeben. Vielleicht ist es aus heutiger Sicht furchtbar. Meinetwegen. Manche Geschichten bleiben trotzdem. Manchmal bleiben sie nicht der Sprache wegen.

Als ich gehört habe, dass dieses Buch, - eine Art Coming of Age/Coming Out-Geschichte, one of those semi-autobiographical stories, - verfilmt werden würde, war ich gespannt. (Allein wegen Deirdre). Das hat mich natürlich nicht davon abgehalten, es dann letzten Endes völlig zu vergessen. Über, äh, Jahre. Aber gut. Besser zu spät als nie, wa?

&?
Naja. Es ist nicht wie das Buch, nein. Ich finde es teilweise sogar erschreckend fehlbesetzt. (Wie soll ein neunzehnjähriger Mann einen dreizehnjährigen Jungen spielen?) Außerdem ist es prüde, selbst für amerikanische Verhältnisse prüde. (Joseph Fiennes & Joseph Cross sind, aus meiner Außenseiterposition, vermutlich das heterosexuellste schwule Pärchen, das ich je verfilmt gesehn habe). Oke, zugegeben: Die Hardcore-Szenen, die im Buch recht detailliert beschrieben werden, waren kaum umzusetzen, nicht für's Mainstreamkino. Dafür gibt's Shortbus. Oder 9 Songs. Aber ein bisschen mehr, - ich meine, heutzutage? Andere Dinge, wie die Tatsache, dass Nathalie, im Film von Evan Rachel Wood, - die, wie ich gehört habe, gerne die Mutter meiner Kinder wäre, - dargestellt, nicht pummelig ist wie sie sein sollte, nehme ich als Sitte der Zeit so hin; auch, dass Gwyneth Paltrow, die neben den andren Schauspielern fast schon greisenhaft wirkt, Hope spielt, ist meiner Meinung nach völlig oke. Tatsache ist, dass vieles fehlt, umgeschrieben wurde. Statt Vergewaltigung ist alles einvernehmlich (& die Brisanz der verschiedenen Altersunterschiede kommt erst gar nicht auf, oder wird nicht bewusst gemacht).
Diese, & andere Mängel entstehn nur durch mein Buchwissen. Der Vorteil daran: Diejenigen, die das Buch nicht kennen, werden das überhaupt nicht merken; sie werden eher die Charaktere vielleicht zu clichéhaft finden, die Erzählweise nicht überraschend, den Plot vorhersagbar. Ich nehme meine Mängel allerdings gerne für etwas inkauf, denn, - & jetzt kommt der eigentlich Grund für diesen ausufernden Lückenfüller, - dieser verdammte Film hat seine großen Momente. (Meiner Meinung nach).

Im Gegensatz zum Buch, das recht ausgewogen zwischen Tragödie & Komödie schwankt, ist der Film fast ausschließlich tragisch. Selbst dann, wenn er komisch sein will. Sein soll. & allein deswegen schon mag ich Running with Scissors trotzdem. Es ist dasselbe Trotzdem, das mich das Buch behalten ließ. Wo das Buch leicht ist, ist der Film bleischwer. Aber es sind genau diese traurigen Szenen, die mich, oke, vielleicht nicht gerade umgeworfen, aber doch zumindest so hart angestupst haben, dass es weh tat. Dieser Entwurf, diese Sichtweise kann so dermaßen schmerzhaft sein, dass der Kitsch, den manche darin wittern, nicht kitschig ist, sondern glaubhaft. Annette Benings Szenen allein, & natürlich Jill Clayburghs, die als ihr Kontrapunkt fungiert, sind wirklich gut, wirklich sehenswert, wie ich finde. Was die Clichébilder angeht, die angerissenen wie die gestriffenen: Sei's gewesen, sei's geliebt. Wie tief sieht man auch im echten Leben in die Seele eines Menschen? Wer wirklich mehr erwartet, hat es nicht begriffen. (& das ist natürlich die Arroganz desjenigen, der das Buch gelesen hat). Der Film hat ein Anrecht, gesehen zu werden. Literaturverfilmung hin oder her. Es gibt Verfilmungen, die sind wie das Buch, andere sind nur inspired by, manche haben überhaupt nichts mehr damit zu tun. Was soll's? Manches muss man so akzeptieren wie es ist. Die schönen Momente macht es deswegen nicht kaputt.

Fazit? Joar, erst Buch lesen, dann Film sehen, & zuguterletzt: Über die Fehler hinwegsehen. Egal wie gravierend sie auch sein mögen.



Scheiße, ich sollte für diese Werbung von Buch & Film übrigens fett Kohle kassieren.

Dienstag, 4. August 2009

Franklyn

Ja, man könnte sagen, ich mochte den Film.

Dienstag, 20. November 2007

Additional Hours

Es ist 17.15 Uhr. Der Kinosaal Das Kinozimmer ist im Grunde leer, wären da nicht der junge Mann zwei Reihen hinter mir und ich, - und unser kleines zerbrechliches Schweigen, das von seinem Nasehochziehen ab und zu recht geräuschvoll unterbrochen wird, oder von dem reibenden Stoffgeräusch, das entsteht, wenn ich wieder meine Arme und/oder Beine neu zu justieren versuche. (Meist mit dem Resultat, dass ich noch viel mehr verkrampfe, like ever).
The 11th Hour läuft zu beschissenen Uhrzeiten an beschissenen Tagen, nichts mit Kinotag-Lifestyle, nichts mit Happy Hour; stattdessen reißt die Kinotusse mit einem völlig überzogenen angepissten Gesichtsausdruck das Bisschen Papier von der Karte und weist mich mit dem ausgesprochen sinnfreien Ratschlag: Kino 2 (vor dessen Toren ich bereits stehe) beinah schon passiv-aggressiv gerade aus, unfreiwillig komisch dabei. Als hätte ich mich bei drei Schritten völlig verlaufen. Das Kino Lichtspielhaus ist tadellos leer, heute. An einem Dienstag Nachmittag rechnet man ja auch wirklich nicht mit Kundschaft, - schon gar nicht für einen Dokumentarfilm über Umweltzerstörung, und dessen Konsequenz. (etc).

So viel vorab: Mit der Einschätzung, dass The 11th Hour plakativ ist, hatte ich mehr oder minder recht. Schon die ersten eineinhalb Minuten zeigen hastige Zusammenschnitte der menschlichen Geißeln, - Flutkatastophen, Hurrikans, zerstörte und weggeschwemmte Häuser, leidende Menschen, Tiere, - dann folgen zwischengeschnittene Sequenzen von Wissenschaftlern, Umwelt-Aktivisten, und sonstig Engagierten. Bei manchen Szenen bekomme ich Gänsehaut, bei manchen Sätzen auch, - seien es nun die Sätze von Stephen Hawkins, oder einem Indianer (dessen eigentliche Tätigkeit oder Identität mir idiotischerweise völlig entfallen ist, - hauptsächlich hat sich sein Indianer-Sein eingebrannt, - und ja, meine Dummheit ist fast schon körperlich spürbar), oder von anderen Menschen, der Friedensnobelpreisträgern Wangari Muta Maathai beispielsweise (sie bekam den Friedensnobelpreis im Jahr 2004), fuck, - selbst von den pathetischen Sätzen eines Leonardo DiCaprios bekomme ich dieses flüchtige Gefühl von Gänsehaut.
Dabei sind es weniger die Fakten, die zusammengetragen werden, - die sind mir zum größten Teil längst bekannt, wenn auch nicht in dieser Darstellungsform, - oder der eigentliche Ton, der angestimmt wird, - verzweifelt, aber irgendwie auch von einem Optimismus geprägt, den man mit Worten gar nicht rational beschreiben kann, - die Gänsehaut machen, es ist mehr das Ganze, das Gefüge. Es ist poetisch, ohne es sein zu wollen. Sowohl in Hässlichkeit als auch in seiner Schönheit.

Ich dachte bisher immer, jeder rationale Mensch müsste die Zusammenhänge verstehen, - die Zusammenhänge zwischen der Verschmutzung der Meere, der Erde, der Luft, und den Auswirkungen und der Balance, von dem Eingreifen der Menschen in ökologische Systeme, etc., - aber als ich es jetzt selbst so sehe, so geballt, so zusammengeschnitten, musikalisch begleitet, mit dem Opus des Todes im Nacken, da habe ich (wieder) begriffen, nichts verstanden zu haben. Oder zumindest nicht vollständig. Es ist ein Stehen am Abgrund; du sitzt vor der Leinwand und es rauscht alles durch dich hindurch, all diese Katastrophen in dieser Dringlichkeit, in dieser allumfassenden Zerstörungswut, - und was ist ein Mensch? Was ist ein Ich? Es ist nur eine Wiederholung dessen, was ich schon damals in der Grundschule gelernt habe, Kreisläufe vom Entstehen und Verfallen des Lebens, und es ist eine Lektion in Demut (der Indianer erfasst es zum Schluss ganz richtig: Dieser Planet hat Zeit, sich zu regenerieren; die Erde hat Zeit die Zerstörung zu überdauern, all die Erosionen, all das Gift, das wir in ihre Venen pumpen, in ihre Gewässer, in ihre Luft, - all die abgeholzten Wäldern werden verschwunden bleiben, aber nach den Wüsten, nach der Dürre, nach dem Ende dieses Lebens wird sie wieder neues Leben bringen, - das Leben auf diesem Planeten lässt sich nicht auslöschen, nicht einfach so, nicht durch eine Hybris, die sie selbst geschaffen hat, - aber der Mensch? Der Mensch hat keine Zeit).

The 11th Hour zeigt mit einer überschnappenden Deutlichkeit die Unverzeihlichkeit des menschlichen Handelns, - und dessen Endgültigkeit. Die Geister, die wir riefen, bekommen wir nämlich jetzt nicht mehr los. (Oder zumindest nicht zum größten Teil). Das, was wir heute Klimawandel nennen, ist mehr als nur eine Worthülse, mehr als die Panikmasche kapitalistischer Großkonzerne, als der Hinweis von weltfremden Interessensverbänden, von Randgruppen (Ökoparasiten, Post-Hippietum), - der Klimawandel wird nicht abgehakt, in dem man sich auf einen sommerlichen Frühling bei 35° Celsius freut, in dem Überschwemmungen mit Spendenmarathons aus der Welt geschafft werden; der Klimawandel ist etwas Unausweichliches, von Menschenhand Beschleunigtes, etwas, das eine lange Kette von Problemen mit sich führt, - Umweltflüchtlinge sind da nur die Spitze des Eisbergs. (Eines Eisbergs, der wegschmilzt).
Was folgt ist das Beharren der Menschen, die Hoffnung nicht zu sehen, - die Möglichkeiten; was folgt ist das Schweigen, gereicht in bunten Tüten. (Auch dieses Jahr werden wieder Menschen Geschenken nachjagen, um etwas zu füllen, was sie nicht haben). Es will niemandem so richtig einleuchten, dass die Beschädigung der Ökosphäre nicht nur eine Beschädigung des Lebens an sich ist, sondern auch eine Beschädigung des Menschen selbst. Das vergiftete Wasser, das Staaten ins Meer pumpen, liegt als Fisch auf unseren Tellern; das Methan aus der Tierzucht löscht die Nahrung aus, die diese Tiere nähren sollte; wir essen ihre Krankheiten, nehmen Verfall und Tod mit Messer und Gabel in uns auf, - aber erkläre das! Steh auf der Straße und erklär es den Menschen, - was werden sie tun? Allenfalls abwinken, allenfalls vorübergehen, allenfalls vergessen. Ist es denn tatsächlich so verklärt zu sagen, dass alles eins ist, - alles Moleküle, Atome, kurzum: Stoffe, die sich vermischen, die sich schon immer vermischt haben, und die sich negieren, wenn sie nicht miteinander harmonieren, wenn die Balance gestört ist.

The 11th Hour entwirft ein Bild einer Zukunft, in der uns die nachkommenden Generationen nicht anschreien, weil wir ihre Gegenwart eben nicht verseucht, weil wir aus unseren Fehlern gelernt haben; es entwirft eine Utopie, für die ich sterben würde, um sie zu erreichen, eine Ordnung, eine Bedeutung für das menschliche Leben, einen Sinn. Es entwirft ein romantisches Bild von Frieden und Harmonie, und es zeigt letztlich auch Menschen, die sich heute, hier, die sich genau in diesem Augenblick dafür einsetzen, - egal auf welchen Wegen. Denn es stimmt: Jeder Mensch hat Fähigkeiten, und sie gilt es zu nutzen. Es gibt genügend Organisationen, genügend Ideen. Investigative Journalisten (die heute ja irgendwie recht selten Arbeiten finden) sind genauso wichtig, ja, entscheidend wie Wissenschaftler, Arichtekten, Ärzte, Menschenrechtler, Musiker, Tierschützer, Ingenieure, Lehrer, Künstler; es gibt kein Talent, dass in einer möglichen Zukunft nicht von Bedeutung wäre.
Nur man darf sich nichts vormachen: auf den Schultern der Menschen lastet heutzutage eine unaufwiegbare Last, eine unaussprechliche Bürde; wir tragen nicht nur die Schuld an unserem Tun, wir tragen auch die Schuld der Menschen, die vor uns lebten. Wir tragen einen Mechanismus in uns, einen Irrglauben, eine Depression, - eine völlig verschrobene Perspektive, - die uns denken lässt, wir seien in der Endgültigkeit gefangen, in der Unveränderlichkeit, in dem kleinen bescheidenen Leben. Kinotussen, die angepisst sind, weil man der einzige Kunde ist; Busfahrer, die einen ankeifen, weil man das Ticket nicht gelöst hat; alltägliche Menschen, die so blind sind und es nicht wissen; Politiker, die die Dringlichkeit nicht verstehen, kurzum: Menschen, die von sich behaupten, das Leben zu verstehen, die Grundsätze und Ziele setzen (und gesetzt haben), die in Wirklichkeit bedeutungslos sind. Es geht um Perspektiven, Denkansätze, Brainstorming. Es beginnt im Kleinen, immer noch beginnt alles im Kleinen, auch wenn es pathetisch klingt. (Ich stehe nach wie vor zu dem Pathos, denn er hält mich lebendig, und zeigt mir ab und zu seltene Momente des Glücks, die mehr wiegen als alles Leid).

Die Kette der Informationen scheint endlos, aber das ist sie nicht; sie beginnt immer bei einem selbst.



[Jeder leistet seinen Beitrag zur Verbesserung, oder zur Zerstörung, - daran glaube ich].



Erste Schritte:
> 11th hour action
> 11th hour page *
> greenpeace
> ipcc page


*Den Tipp bezüglich der Schulvorstellungen an Schulen weitergeben; vielleicht an engagierte Ex- oder Immernoch-Lehrer. Film ansehen, Meinung bilden, weiterempfehlen, darüber reden, - selbst dann, wenn man ihm kritisch gegenüber steht.

Montag, 19. November 2007

1984 vs. me feat. Cinemania

Es stimmt vielleicht. Aus Sternenstaub sind wir, zu Sternenstaub werden wir, - es gibt nur die Unausweichlichkeit des eigenen Daseins, einen Mittelpunkt, auf den sich unsere volle Aufmerksamkeit konzentriert: Ich, Ich, Ich. Aber was tut dieses Ich, was für Schäden richtet es an?

Durch Zufall stolpere ich über einen Trailer, und sauge mich daran fest. Parallelen sind deutlich, - das ist mir schon mal passiert, > An Inconvenient Truth, aber irgendwie will die Wirklichkeit nicht passen, die mich da umgibt. Ich höre in den Medien von dem vierten Sachstandsbericht des IPCCs (hier), und sehe dann als nächstes das Lesbenbekenntnis der Anne Will. Auf der Straße sehe ich die Menschen ihren Müll neben den Mülleimer werfen, sehe Zigarettenstummel auf Rasenflächen, sehe, wie Tauben, Krähen, Elstern sich im Dreck verfangen; zwischen all den Windmühlen ragen die Industrieschlote auf, dazwischen die Autobahnen, und tausende Häuser, Supermärkte, Habgier-Attachments. Japan jagt wieder Wale, und ich fische aus meinem Briefkasten ein Schreiben von den Stadtwerken, in dem es heißt: innerhalb der letzten Wochen und Monate sind die Presie an den europäischen Strombörsen, welche maßgeblich für unsere Stormbezugspreise sind, stark angestiegen. Zusätzlich haben sich die Belastungen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz für Strom weiter erhöht. Belastungen? Eigentlich unfassbar, - das alles.

Ich bleibe an diesem Trailer* hängen, - vielleicht, weil die Bilder so plakativ sind, vielleicht, weil es die Wahrheit ist. Ich kann nichts lustiges mehr daran erkennen, an diesen pathetischen Worten, diesen Bildern, an Liebe und Frieden; ich kann nicht mehr geringschätzig sein, kann nicht mehr die Augenbrauen hochziehen. Panikma(s)che? Vielleicht. Aber es sind immer nur die Menschen, die diesen Worten, diesen Bildern, diesen Inhalten die Bedeutung rauben, - die alles aufrauhen und abnutzen, und verbraucht zurücklassen. Wie viele sind der Blindheit der Menschen wegen gestorben? Wie viele Tiere sind ausgerottet worden, wie viele ökologische Systeme nachhaltig gestört und letztlich zerstört, (der Viktoriasee ist da nur eines von unzähligen Beispielen), wie viele Katastrophen sind uns allein in diesem Jahr über die Bildschirme geflimmert, - in den letzten zwei, drei, vier Jahren? All die Tsunamis und Waldbrände, all das Abschmelzen des Eises und das Verlangsamen des Golfstromes, die Ölpest, das Verschwinden von Bienen und Fischen, - wo sind die Zusammenhänge zwischen dem Raubbau der Menschen und ihrem Wohlstand? Welche Bedeutung haben resistente Epidemien im Zusammenhang zu ökologischen Flüchtlingen? [Wir erinnern uns an die Tuberkulose- und HIV-Resistenzen (mit statistischer Ausbreitung)]. Wo bist du, kleines erbärmliches Nichts von Mensch, wo bist du im Angesicht dieser Probleme?

Alles, was ich höre ist: ICH. Es bleibt immer nur ein Ich zurück, an dieser Oberfläche, an diesem multimedialen care-life-Geschwätz, an diesen Events, Life8, und so weiter und so weiter, aber dann stehen die Autos doch im nächsten Stau, und die Skitouristen bejubeln den frühen Wintereinbruch, und in Japan jagen sie Wale. Was hilft das Bloggen im Angesicht des menschlichen Wahnsinns? (Die Burma-Idee ist so heuchlerisch wie jede andere; in der Ersten Welt zieht man sich gerne in die Ideen zurück, in die Ideale, wie die Welt sein sollte, und komm, wir schweigen für einen Tag, dann gedenken wir den Menschen und es geht ihnen sicher bald besser, - fuck, was für eine Logik. Die Probleme sind nur da, weil die Menschen schon in der Vergangenheit geschwiegen haben, anstatt das Maul aufzumachen).
Und ich verstehe nicht, verstehe wirklich nicht, wie man noch normal weitermachen kann. Wie man zur Arbeit gehen kann, in den nächsten Club, um ein bisschen zu feiern, um den Alltag zur Seite zu schieben, wie man tratschen, quatschen, wie man nur so viel reden kann, ohne etwas zu sagen, - tja, und draußen stirbt die Welt. (Was stirbt, ist nicht der Planet, sondern das, was wir gerne an Menschlichkeit noch in uns hätten). Ich kann nicht verstehen, wie man nicht alles stehen und liegen lassen kann, und sagen: Wie konnte es nur so weit kommen? Die Probleme, in denen der Mensch versinkt, sind die Probleme, die er sich selbst geschaffen hat. Wir sind Frankenstein, verdammt, und die Welt ist unser Monster. (Ist es die Konsequenz der Dummheit?)

Ich frage mich, während die Bilder sich allmählich in mein Bewusstsein graben, was die Generation der Zukunft über uns sagen wird. Während wir die Ressourcen dieses Planeten ausgesaugt haben, während das Öl zur Neige ging, während wir die Armen arm und die Reichen reich gehalten haben, während Kriege unseren Zusammenhalt schwächten, - während wir sagen: Das ist doch alles gar nicht so schlimm, so ist der Mensch, da lässt sich nichts ändern; während wir zusehen, wie alles alt und brüchig wird, wie neue Schienen rostig werden, - das Glas der Fenster ist längst trüb, - während wir so fröhlich lachen und klatschen und unserem Leben so viel Bedeutung beimessen, was bricht da aus den Fugen? Werden sie, diese Generationen der Zukunft, auf uns zurücksehen und sagen: Wie konnten sie nur so untätig bleiben, wie konnten sie nur so tun, als hätten sie nichts gewusst, wie konnten sie nur schweigen?

Plakativ, polemisch, wiederholend, - ja, all das. Aber fuck, fehlt den Menschen nicht einfach nur ein fieser Schlag mitten in die Fresse? Brauchen sie nicht dieses unmittelbare Bewusstsein der Auslöschung, allenfalls der Gefahr, um aufzuwachen, - aus ihrem Persilschein-Leben?
Denn letztlich, so ist doch die grausamste aller Wahrheiten, redet man sich nur ein, man wäre nicht Teil des Problems, hätte keine Schuld an dem Geschehen, an dieser Schieflage der ganzen Welt, - dabei geht mit jedem Einkauf, mit jedem Einschalten, mit jedem Wegschauen die Zerstörung weiter, setzt sich der Völkermord der Gleichgültigkeit fort, und der absolute Verlust der Menschlichkeit. Es sind immer die eigenen Hände, an denen das Blut Unschuldiger klebt. Es ist immer der eigene Mangel an Interesse, der die Unwissenheit gebärt, und damit die Dummheit. Nichts bleibt außer die kollektive Schuld, die individuelle Schuld, - eine Schuld, die keine Vergebung finden kann, und keine Absolution.




*The 11th Hour richtet sich natürlich und in erster Instanz an die amerikanische Bevölkerung und an dessen Regierung. Die Tatsache, dass sich Europa so sehr darum bemüht, dieses Umweltdesaster wieder einigermaßen in den Griff zu kriegen (haha, was ja nicht mehr möglich ist), ist natürlich respektabel, - dass allerdings der Hauptteil der Bevölkerung Europas nach wie vor verschwenderisch und ignorant mit Ressourcen umgeht, und kein ökologisches Bewusstsein besitzt, ändert leider nicht sehr viel an den Bemühungen mancher Menschen, darunter auch Politikern. Es beginnt bei jedem selbst, bei jedem Tropfen, bei jedem Fetzen Müll, bei jedem vergessenen oder verwehrten Ratschlag, es besser zu machen.

Dienstag, 25. September 2007

1408

Die Türe. Es ist die verdammte Türe!

Nach dem Film hoffe ich hinter der schweren Türe nicht das Hotelzimmer zu sehen. Nicht die Blümchentapete, nicht die halbseidenen Vorhänge, nicht die Schirmlampen. Ich hoffe, aus dem Kino rauszukommen, aus diesem Alptraum, aus dieser Stunde, nach der Stunde, nach der Stunde. Erwachen. Ich will erwachen, ich will den Wind spüren, die Erde unter meinen Füßen.


Dann stehe ich draußen. Vor dem Auto, und lache über den Vollmond. Das ist doch alles gar nicht. Doch. Ist es.


Die letzten zwei Stunden sind kafkaesk und klaustrophobisch. Sie sind beängstigend visuell. Sie sind banal, im Tod wie auch im Wahnsinn. Dieser Film. Je mehr Zeit vergeht, desto unwirklicher wird das Gefühl, das ich gerade eben noch empfunden habe, diese Entfremdung, diese Aufspaltung, dieser innere Zeitverlust. Möglicherweise auch alles andere. Es scheint egal. Denn der Horror, - der echte, nicht der blutrünstige Fleischerhorror, - entsteht im Kopf.
Er entsteht in der Identifikation mit Mike Enslin. Seinem clichéhaften Scheitern, vielleicht auch in seinem clichéhaften Leiden; er entsteht in dem zwischenmenschlichen Schweigen, und, - vor allem!, - in den Bildern. Dabei sind weder Konturen, noch Perspektiven wichtig; selbst dann, wenn es überstrapaziert wirkt. Wenn ein Korridor plötzlich à la Hitchcock in die Länge verschwindet, wenn Mike mit dem Kühlschrank spricht, und nicht mit dem Hotelmanager, wenn er draußen hängt, obwohl er das Zimmer nie verlässt. Der Horror beginnt in der Wiederholung. In der Intensität der Wiederholung. Der Horror beginnt in der Wiederholung. In der Intensität der Wiederholung. Das hat King schon in anderen [Kurz]Geschichten bewiesen. Du kommst nicht raus, du entkommst deinem Verstand nicht, denn der Verstand bewegt die Masse deines Wahsinns. Du kannst nicht entkommen, wenn du der Horror bist. So finden sich selbst in sonst so simplen, vielleicht auch kitschigen Melodien im Radio Momente des Grauens. Oder in Bildern, die schief an Wänden hängen. Oder in dem Babyschreien von nebenan.

Das Grauen findet sich im Kleinen, in den furchtbaren Details, - selbst in der Blümchentapete.




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