der ewige Kampf

Donnerstag, 22. Juli 2010

Aus der Ferne


1. Ein Lachen versus die eigentliche Resignation.
2. Der Glücksrausch.
3. Anna Karenina am See.
4. Eine Unterschrift auf einem Vertrag und das folgsame Geld.
5. Ich bin müde, und im Kühlschrank ist noch Pizza.
6. Seit Tagen keine Musik.
7. Ein Schluck einer Liebe, die sich schnell aufbraucht.
8. Das Lächeln eines jungen Mannes.
9. Das Haar einer Frau.
10. Mit der Ferne spielen wie mit einem Welpen.

Ich, das ist einer, der aus dem Traum schreckt, weil er lacht. (Ein Traumlacher). Einer, der sich beim Zugfahren an die Schlüsselbeine greift, um zu flirten und der dann raschelnd die Kleidung verschiebt wie wenn einer Möbel an andre Stellen verrückt; so stoßen sich die Blicke am waidwunden Leib. Der geht und gängelt am See, dort im Grünen, und gibt den Wolken keine Namen, weil sie sonst Macht haben über den endlosen Sommer. Abergläubisch sieht er den Katzen nach, - die Augen gerötet, die Nase läuft, - und denkt: Die Stadt, die Stadt, was für eine Erlöserin. Die buddhistische Stille entzieht jedes Wollen, jede Sehnsucht treibt sie ihm aus. Es gibt keine Erlösung, für niemanden.

In den folgenden Rollen:
Ein neues Leben.
Ein altes Leben.
Das Lachen im Schlaf.

Ja, man müsste den Leuten nachsehen als wären es Menschen.

Freitag, 9. Juli 2010

Und das Ende von Weimar.

Ich spreche nicht jeden Namen aus, ich benenne vieles falsch. Draußen der Sommer, drinnen der Mann in der Ecke, es gibt kaum noch Gedanken.

Es gibt anderes.
Einen neuen Input: Zahlenstatistiken, Zulaufssystematiken, - das ist doch alles nur eine Frage der Rückkopplung, nicht? (278 Clicks ohne Gesichter und Stimmen). Es geht vermutlich auch hierbei nur ums Beherrschen. (Du dich, ich mich, wir uns, der Kaiser die Kleider, und die Revolution alle Herzen). Wir machen uns ein Schloss aus Träumen und Musik. Das schreibt ab sofort Schlagzeilen: Mann sucht nach Anfängen, und findet neue Enden. Jedes Ende verspricht uns Freiheiten. Also hin zum Schluss, hin zur letzten Seite: Das Ende ist die Liebe. Damit fange ich an.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Der Ghostwriter

In der Küche sitze ich, gleich da, bei den Büchern. Links und rechts stapeln sie sich grau bis zum Grauen, die Papiertürme, die weißen. Ihre Klappentexte sind abgewetzt von hundert Fingern, von tausend Augen. Die Bücher sprechen mir alle vom Krieg. Überall: der Tod.

Der ist kein Meister aus Deutschland,
seine Hand ist nur an den Wiegen,
an allen,
da bedeckt er seinen Mund mit dem Rauch,
da stößt er die Asche aus mit jedem Lied,
einen erkalteten Brand schüttet er aus über den schlafenden Kindern.

Ich sitze daneben, lese über Hindenburgs brennendes Schlachtfeld, lese über das Denkmal zu Tannenberg, und blättere weiter, das ist Weimar und das bittere Ende, Kaiser Wilhelm der Zweite, der flieht ins Vergessen, Max von Baden ist der Windzug zwischen den Räumen. Überall: Pickelhauben. Überall: Senfgas. Hunderte Namen, die man in Grabesplatten schnitzt wie in Holz. Da heißt es, die Novemberrevolution hätte alle Gewalt entfesselt im Land, aber ich sehe den Reichstag erst viel später brennen. Sehe Liebknecht und Luxemburg solange an Ästen hängen bis die Spree sie aufnimmt in ihre kühlenden Arme, - der Fluss nimmt das Fieber, er löscht die Brände nicht. Diese tote Geschichte zergliedert zu Worten, Worte, die verfallen und aushauchen zu Atem, und aller Atem stößt gegen die weiße Tischplatte, dort, in der Küche. Ich höre die Musik viel zu laut.

Warum so viel Papier in so wenige Tage gebunden?
Eine Auftragsarbeit, ein Schriftsteller auf Zeit.

Ich rupfe und zupfe, alle Haare reiß ich mir aus; lege mir Schokolade auf die Zunge bis die Zunge zergeht in der Süße; trinke alle Gummibärchenbanden tot; schlafe schlecht; träume. Immer. Die Sonne lässt mich nicht los. Stattdessen: Seiten, Seiten, Seiten, immer mehr, es sammelt sich alles, dort in der Küche. Noch nachts sitze ich da. Bis halb drei, bis vier, um fünf trinke ich das letzte Glas. Röte mir die Augen bis selbst das Blut daneben erbleicht. Nur der Wind, und ein bisschen Wein locken mich unter dem Bett vor, das mein Tisch ist, immer und immer dieser Tisch und die Ecke, gleich da beim Fenster. Wie lange schon säße ich gern auf dem Balkon, würde es der Sonne nachsehen wie einem gescholtenen Kind; würde gerne mit J.B. über irgendwas reden, so über das Leben vielleicht. Nur nicht über Hitler, weil den kann ich wirklich nicht ertragen, auch wenn er hinter jedem der Worte lauert wie ein tobsüchtiger Gnom, wie Rumpelstilzchen, das sich entzwei reißt zu einem zerbombten Berlin.

Ich kann ihn nicht ertragen, diesen Geist aus der Flasche, diesen Toten in seiner Aschewolke, im Bellen und Heulen der Hunde nichts als ein Knochen. Wir haben es doch jetzt wirklich alle längst begriffen, bitte, erlös mich von der Last der Erinnerung, diesem Kniefall der Schuld. Schon seit Jahren sitze ich vor Auschwitz und arbeite mich frei, rücke Koffer und Taschen, zeige Betonquader, berühre kein Grab mit der Haut; seit Jahren drückt sich das Rückgrat gen Widerstand und Weigerung, ich hab's doch längst gewusst und gesagt, ich hab genug vom Nichts gesehen, habe den Typhus im Leib, den Hunger, das Ruinenfeld aller Städte, nicht nur Dresden und Hamburg, nicht nur Berlin, verstehst du's denn nicht? Auch dich London hab ich hier drin. Hiroshima. Jeden von euch. Jede Erinnerung aus faltigen Mündern hab ich gehört, faltige Worte, wie brennendes Haar hab ich sie gesammelt zu Kerzen. Jede Dokumentation haben diese Augen gesehn, - alle haben wir das Leid erfühlt, das nicht fühlbar ist, das wir nicht aussprechen sollen, weil es verflucht ist, haben die Poren verschlossen vor dem Rauch, vor dem Gas aus den Rohren, vor dem Duschwasser, das niemals kam. Die zersprungenen Kacheln wollen wir nicht spüren. Mit allen Annen saßen wir in allen Schränken dieser Welt, sind den Trapps gefolgt bis in den Wahn, und noch mit jedem Zug sind wir gefahren, selbst wenn die Gleise am Ende nicht blieben, samt allen Namen auf allen Listen, die jeder Strich durchfurcht mit dem Tod, samt allen Bücher, die wir nachgedruckt haben bis sie unbedeutend wurden, bis die Jahre sie nahmen und zurück ins Feuer warfen. Ein Krieg wie ein Vater, der Hunger nichts als eine schlagende Mutter, und die Städte, jede haben wir wieder aufgebaut aus Ruinen, haben ihnen andere Namen gegeben, selbst Stalingrad, das mir im Mund liegt wie Stachelbeeren, das im Blut ist wie ein Gerinnsel, - das flieht in Richtung Hirn, - heißt jetzt anders. Und doch: Hinter Glas habe ich jeden Toten gesetzt, jeden toten Juden, und toten Schwarzen, jeden toten Zigeuner noch hab ich gleich gemacht mit ruhigeren Namen, Schwule und Kommunisten, euch hab ich kein Denkmal gesetzt, aber ich denke an euch beim Stolpern durch die Stadt, ich errichte euch Träume, - und alle Menschen sehe ich an, und sehe nichts als ihr Vergeben, als ihre Schuld, als ihre Laster und Ängste; ich sehe keinen Menschen als Fremden. Ich habe die Neunte Symphonie bis zum Ende gehört. Ich habe den Frieden gefunden im Hoffen. Und noch jedes Verbrechen löst meinen Mund vom Lächeln ab wie das Messer die Rinde vom Brot; ich verbrenne mich noch immer am Leid. Dieser hier, der am Tisch sitzt, fühlt mit, er hat alles nur gehört, er hat es sich zeigen lassen ohne Ungeduld, er hat verstanden. Er hat die Hand auf der andren Seite der Wiege, der sitzt da am Tisch mit allen letzten Menschen, - den immer-letzten, - und hebt sein Glas für die Freiheit. Was denn sonst? Welchen Geist wollt ihr fangen? Welcher Kummer dreht sich zurück in der Zeit zum ungeborenen Kind? Was ist zu erwarten, bitte, welchen gebrochenen Verstand wollt ihr richten mit euren Beteuerungen, mit euren Heimsuchungen, mit dem Zucker, der bitter ist von allen Tränen? Was muss ich tun, um jeden Geist zu bannen, jedes Haus zu befreien vom Poltern des erlittenen Leids?

Es ist genug, genug, genug, sag ich. Es ist genug.

Montag, 28. Juni 2010

Sargassomeer

Es ist, als säße ich am Sargassomeer, als blickte ich zur Ferne hin. Nirgends mehr & Übergang, ein Blick nimmt den andren auf & trägt ihn fort. Wo gehst du hin? Keine Antwort. Stattdessen zieht ein Sturm auf: Er klappert mit den Zähnen, er wirft das Buch von Foucault vom Tisch, - das sind über 1600 Seiten, - er gibt den Tagen ein Geräusch. All der prasselnde Regen. Am Sargassomeer. Auf die Sehnsucht gebauter Wahn, aufgepfropft, wie giftiger Efeu wickeln sich die Hände um den Körper, & Blüten, gezackt wie Messer, blühen auf der Zunge auf, & in den Augen. (Baby blue eyes).

Riech mich.
Pflück mich.

Die Nächte sind weiß & ohne Stunden. Die Tage kehren nicht wieder, sie tun sich seidene Tücher aufs Gesicht & legen sich schlafen; so gehen die Wochen, die Monate, die Jahre. Sitze ich dir gegenüber, geht mein ganzes Leben, es geht mir aus den Händen, es fällt aus dem Griff & rutscht aus den Fingern. Ich schmecke den Tropensturm nicht, nicht das Rufen der Vögel. Alles Blattwerk rauscht zum Abschied, es klingt wie ein Weinen. Du kannst nichts verstehen, von alldem. Das sind bloß Bilder.

Erinnerungen.
Visionen.

In meinen Träumen sehe ich alles. Kassandra war mir die Mutter, ihr Blick die Milch, die ich trank, - es war das Streicheln, die schlagende Hand. Also knöpfe ich das Hemd im Dunkeln auf & der Vorhang, nur ein weißes Tuch, - es streift nicht den Boden, - rauscht sachte im fiebrigen Wind, es schlägt sich zur Seite, & auf der Straße, dort beim zitternden Weiß der Lampe, seh ich dich stehen, ganz groß & hager, die Lippen geöffnet zum Kuss, die Augen brennend, & immer brennend. Ich hab ihre Farbe vergessen. Also knöpfe ich die Hose auf, ich sehe dich stehn. Ganz aus Rauch. & das Begehren nimmt die Nacktheit restlos in sich auf, so werde ich verschlungen. Aufgebraucht & vergessen. Meine Knochen liegen im Grab bis selbst das Grab mich nicht mehr will. Ich zerfalle zu Asche. Dann liegen wir beieinander, es gibt keine Entfernung vom Fleisch, es gibt kein Messer, das die Sehnen durchtrennt, die Muskeln, die Haut. Jede Nervenfaser verbindet sich zur Ewigkeit. Glück, zähl die Sekunden.

Aufs Bett gelegt wie ein Blütenblatt, zerrissen an den Enden, welk & zerschunden, hänge ich den Gedanken nach als könnte ich sie mir zum Seil machen, ein Knoten für jeden Kummer, für jede Freude, eine Schlinge für jede verlorene Liebe. Ich trinke aus der Flasche als könnte sie mich wieder zur Besinnung bringen. Draußen brennt die Stadt. Also setze ich mich auf, die Füße streifen deine, mein Arm deinen, der Schweiß geht auf zum Dampf. Es riecht nach Bittermandeln, nach Zimt & Bergamotte. Orchideen hat man dir ins Lockenhaar gezwirbelt, ich weiß nicht weswegen. Ich zerfalle zu Asche. Wessen Hand fährt in mich hinein & nimmt mich heraus & streut alles, - alles, - ins Sargassomeer? Tanz, Arsène, tanz. Ich hab dich nie so tanzen gesehen. In der Nacht fliegen alle Gedanken auf.

Ans Fensterbrett gelehnt, bei den gelben Blumen, stehe ich & lasse jede Möglichkeit mir vom Verkehrslärm erklären. Dies ist es, etwas, das du gewinnst, das du verloren hast vor tausenden Jahren, du bist nichts als ein Gedanke, du verschiebst die Wolken, das Meer, du gehst durch die Zimmer & Räume, du greifst nach dem Hals als verspreche es Rettung, halte dich fest. & ich, der sieht, spüre die Hände auf der Brust viel zu spät, auf dem Bauch, ich spüre das Reiben der Haut, & das Kinn, das sich mir auf das Schlüsselbein legt, den ganzen Kopf voller Flausen, & draußen tobt noch der Sturm. Es endet nicht. Niemals. Mit aller Gewalt, mit der Gluthitze der Wut brenn ich es ein in die Welt, mit dem Zerren der Sehnsucht, mit jeder Träne, verdammt: Dies endet nicht. Dem Tod bleibt kein Reich zwischen den Zeilen, er zerspringt zur Hohlheit, zum leeren Platz in der Métro. Zu einem Gedanken, der zerfällt zu Knoten, die sich lösen lassen mit bedächtigen Fingern. Dies. Endet. Nicht. Sargassomeer, deine Fluten türmen sich auf, der Sturm peitscht dir das Haar. Möge alles zu Asche zerfallen, jedes Wort ins Vergessen gedrückt & zur Vergeblichkeit gelegt wie zur Hure, - das Meer verschlingt uns beide nicht, es trägt uns davon. Es gibt dir den Kuss auf die Schulter, es gibt dir den Geruch ein, es gibt dir diesen Blick da am Fenster. Das Meer trägt uns davon.

Diese Nacht, die sich nicht trennt von allem Versuchen.

Sonntag, 23. Mai 2010

Meerwert.

Tief & tiefer, - bis die Worte im Mund verschwinden, bis sie im Hals stecken bleiben, - so sitze ich vor der Sprachlosigkeit & raufe Haare, zerkratze mir beschämt den Nacken & weiß schließlich gar nichts mehr zu sagen. Also: Nippweise Wasser, dann: Energy Drink, schließlich: nippweise leben, & die Finger, die sich auch mal im Ton vergreifen wollen, zerrupfen mir den Kopf als wäre er ein Federkissen. Verlegen lächeln, den Kopf neigen zum Gesundheit-Sagen & dabei erröten wie ein Schuljunge. Diese Unfähigkeit... Statt bewusst zu sagen: Ich find dich süß, auch wenn du aussiehst wie sechzehn, plappert der Mund irgendetwas Bedeutungsloses vor sich her, - es geht plötzlich um Grillkohle, & Wetterbedingungen, & ein bisschen tun mir die Lippen weh davon, weil wenn die Stille kommt, nach diesen zu Kieselsteinen zerhauenen Worten, beißen & kauen & reißen die Zähne nervös & fleißig eignes Fleisch. Ich zerre an allen Krägen. Jede meine Bewegungen wird verfolgt, ich möchte eingehen in acht Augenpaaren & dort ein bisschen für Unruhe sorgen, für das gleiche hastige Überschnappen aller Gedanken.

Um diese Sprachen schleiche ich herum als müsst ich sie aufhängen zu deutschen Trophäen; & stattdessen nur Howl, & ein paar eilige Zeilen, nur ein Wiederholen & Wider-Holen, une petite toumure, ein Gängeln & Toben, dieses Fremde schießt mir davon als wären es Kugeln, & ich stammle, & nuschle, & weiß nichts zu sagen, la ojeada, - es ist mir ein Salzsiederleben.

But I should make this really clear for you, should write everything in English, so you might understand, but even English isn't a capable language, it's just a necessity, a cup of coffee & a pinch of salt, it's like a child, that's not able to cry. I take every word, - I take it unconscious, - & I hope, that it'll fit, but it doesn't, it runs away from you, it creeps away. It falls down, it escapes from my drawing pin lips, & I am sitting in front of you, - in a near distance, - alone with my socks & my briefs, & somebody called me pretty that day, & I was flirting & having a blood stasis, but I was thinking about all possibilities, a different life in a different you. So what is it, what is a simple use, what's saturation, what do I need to improve every word, which needs to be explained?, which names could I give?

Die Sprachen haben sich über mir ausgeschüttet zum Meer, & ich?
Ich ertrinke darin. Stundenweise. Tagelang. Ich arbeite hart & immer härter am Sprechen, am Formulieren, aber da sind nirgends Steine, in die ich die Worte schlagen könnte; sie zerfasern mir noch während des Denkens unter den Fingern. Stattdessen mache ich meine Korrekturen, setze mich zum Sieder ins Haus & salze alle Speisen, die er mir bringt. Ich lache viel dabei & reibe mir die Augen rot. Es bleibt immer noch so viel zu tun.

Freitag, 14. Mai 2010

Der Wahn

Im Grunde genommen ist es nicht angebracht zu lachen. Also lache ich.

Ich lache über die zwei Zecken an meinem rechten Bein, die herausgedreht werden aus meinem Fleisch wie wenn einer Schrauben aus einer Wand dreht; dabei denke ich insgeheim darüber nach, ob es nicht noch mehr von ihnen gibt, an mir, ob sie sich nicht an ausgerechnet den Stellen festgesetzt haben, wo ich sie nicht sehen kann, ob sie nicht ausgerechnet zu den Zeckenarten gehören, die Krankheiten in sich tragen, ob ich nicht einer von 0,03% sein könnte, nach 24 Stunden ein Zittern & Ekeln: So raufe ich Haar, wasche alles, was ich berührt habe, an hatte; ich staubsauge die ganze Wohnung manisch.

Ich lache über den Dieb, der mein Handy gestohlen hat, und all mein Geld, - das Kleingeld hat er mir genommen, jede Münze aus Silber, jedes Gold, selbst die fünfzig Cent hat er gebraucht, (diese Zeit fürs Sortieren, diese Ruhe beim Zählen!), & dann das Handy, dieses verkratzte, tausendmal fallengelassene, Mann, da war so was von der Lack ab, die Raute-Taste klemmte, es ging oft einfach aus, nur all diese Nummern, die Adressen. Viele Menschen sind jetzt verschwunden.
Jede Tasche hat er mir umgedreht, & auch den Rucksack hat er einmal umgestülpt bis selbst das Innere nicht mehr wollte, - dabei hat er nur einen Stadtplan gefunden, den warf er zurück in den Spind, & den Liebhaber von der Duras, & mein Notizbuch, das alles wollte er nicht. Die Blondine am Tresen machte einen Witz als ich ging, ich lachte nicht. Ich hätte es sollen.

Meine Hände sind zerschunden vom Fallen; ich friere morgens wieder öfters, weil nachts die Kälte zu mir ins Bett steigt wie eine Geliebte; alle Pflaster gehn überall zur Hälfte ab, reiße ich sie weg, so reiße ich Haare; stundenlang rede ich über das Schreiben, bin ich zu Hause schreib ich kein Wort.

Ich lache als ich vom Auszug meines Mitbewohners lese, - ein Geist, der einzog, der leere Kisten brachte, die dann standen, - man verschob sie hin, man verschob sie her, man gab ihnen Namen, & die Kisten antworteten nicht; so gingen Monate, so wurde die Wohnung zum Grab unter Gräbern, - einer, der die Türen immer hinter sich schloss.
Ja, möglicherweise hätte das anders laufen können, hätte, wäre, nichts als Subsitute, nichts als ein Scheitern in Raten, ein Wenn das Leben nicht gewesen wäre, dieses Leben, das dazwischen kam, & das immer irgendwo dazwischen kommt, wie ein Hund, der den Schwanz in die Tür kriegt, ein Wagenrad für sämtliche Kröten, - es war einfach nur nicht miteinander vereinbar, & es ist mir auch ganz gleich. Den Stress, den ich hatte, seit letztem Oktober, dieser erbitterte Kampf um Verständnis & Leben, seit das Chaos auszog aus dieser namenlosen Wohnung, seit der Exodus die Stadt geleert hat, all das Gewesene, die Anrufe & Bittschriften, all das Papier, das verschickt wurde, um die Leere zu füllen, um zu ersetzen, was im Grunde nicht zu ersetzen war, & all diese vergebliche Mühe, all dieses Versuchen, das Einkaufen, das Taschentragen, das Aufhängen von Lampen, das Gewesene suchen & nur ein Lachen finden, - dieser Stress hat mich empfindungslos gemacht gegenüber dem kommenden. Der erneuten Suche, dem Bangen um Geld, das erneute Erneuern: Wieder die Türe für einen andren öffnen, wieder auf Kompromisse hoffen, sie selbst als erster machen; es dem Vermieter erklären; den Hausmeister bitten, wieder einen Namen hinter dem Plastikschild der Klingel hevorzuhebeln, um ihm dann einen neuen zu geben. & dann vielleicht wieder Scheitern. Meinetwegen.

Ich lache darüber, über alles, & das Lachen ist der Wahn.

Auf den rissigen Säuferlippen, den verkrusteten, schmecke ich ihn, spüre ihn in meinem Käferhaar wühlen; er klatscht mir Stunden ins Gesicht, & reicht mir Gläser, er nimmt mir die Hände fort & verknotet sie an beiden Enden zu Sehnsucht; nur das Jammern lauert hinter den Zähnen, - es will nicht hinaus, es versumpft im Gekicher. Überall kratze ich, an jeder Stelle juckt mich die Welt: Zecken, Zecken, überall, & all die Fruchtfliegen, die auffliegen vom Müll in der Küche, & all die Spinnen in den Fugen, & die Ameisen, die zum Zucker marschieren; ich werde mir die Haare scheren lassen, ich werde mehr trinken, immer mehr, bis das Kotzen vergessen ist & auch das Aufschrecken vom Lachen: Nur so werde ich dieses Jucken los, dieses Kratzen.

Der Lotus hat mir kein Lot gelassen, - das Weib, das sich umdreht zu Salz, das ist geblieben. Sie sitzt auf dem Fenstersims & raucht ihre Zigaretten, müde. Ich lache ihr zu, ihr oder irgend jemand anderem, & was bleibt ist nicht der Herzschlag, oder das Blut in den Adern, was bleibt

bleibt,
verstehst du?,

ist mein Wahn, denn er schützt mich vor der Angst, & es ist egal, was du gegen mich hast, was du nicht versuchen wolltest, - es ist egal, dass du gegangen bist; dass wir uns verloren haben; dass die Einsamkeit immer gewinnt, letzten Endes; dass es der Tod ist, der mich ins Grab schmiert wie einer die Butter aufs Brot, dass all das, dieser Lärm, dieses Licht, alles, vergeht & immer vergeht. Darüber lache ich.

So lange bis ich nicht mehr weiß, was es bedeutet.
Bis mir die Tränen kommen.
Bis ich nicht mehr kann.

Spätestens dann solltest du mich fürchten.

Mittwoch, 12. Mai 2010

...

& dann resigniert feststellen, dass man im Fitness-Center bestohlen wurde. (Mein Geld & mein Handy sind deins, danke).

Tja.

Freitag, 9. April 2010

nachts bzw. morgens bzw. betrunken

Zu bedenken, dass es wieder eine Beziehung ist, die mir vor den Augen zerbricht wie ein Teller, der blöd auf die Kante fällt, auf den Fliesenboden, einfach so: aus dem dritten Stock eines Wohnhauses, das sich als schönstes der Straße herausgeputzt hat, und in dessen Innerem nun wieder einer einsam sitzt, - wieder: Einer, der im Gegensatz zu vielen andren nicht an die Liebe glaubt, nicht an das Ewige als Anspruch, nicht an die unbegrenzte Zeit der Liebe, sondern nur an ein paar nette Tage, ein schönes Jahr, - daran glaubt er, und sitzt alleine.

Ich weiß nicht, begreife nicht, und fühle nicht. Eigentlich. Alles Fühlen ist ausgefüllt mit Unbekanntem. Eigentlich sollte ich die letzten vierzehn Seiten für J. korrigieren, sollte Tess von Thomas Hardy lesen, sollte schreiben wie ich nie zuvor schrieb, und dann ins Bett gehn. Einfach, weil es sein muss. Stattdessen höre ich wieder dieses Lied. Denke an A. Denke und denke an A. Denke und denke und denke, an Niemanden. Die Augen sind mir schwer, während die Nacht lauert und ruft, während das Blut in den Adern lauert und ruft. Aber manches geht eben doch voran, so wie mit dem Küchentisch, weiß, und so gut wie neu, - wenn man bedenkt, dass er vom Flohmarkt ist; und vielleicht nähert sich die Wohnung allmählich diesem Zuhause an, diesem endgültig ins richtige Maß geschüttelten. Ich wünschte, es wäre so, wünschte, es wäre nicht nur einfach temporär. Sondern echt. Ewig. Natürlich. Der Ewigkeit entsprechend, die sich mir in alle Träume webt, die mir in die Rote-Beete-Suppe spuckt, salzig weinend unter der Dusche: Ein Gefühl, dass sich das Gesicht zum Lächeln verzieht, obwohl die Augen sagen: Das kannst du nicht tun.

Der Liebe wegen lieben. In dieses Gefühl bin ich vernarrt, lasse mich davon an beiden Händen nehmen und über die Straße durch den dichtesten Verkehr führen, aber wohin? Ich habe mich in eine Vorstellung verliebt, in Details, die sich anfühlen wie Watte, wie ein Gute-Nacht-Kuss auf die Stirn, wie ein Glas kalte Milch früh am Morgen, während selbst die Sonne noch schläft, die Erinnerungen aber wach sind, Kindheitsversatzstücke, die nach Zucker schmecken, obwohl sie sich wie Scherben kauen. Es bleibt nur ein Stempelabdruck, wie ein Kuss sieht er aus, wie ein geöffneter Mund, der rufen will, und schmecken, und der doch nur Abdruck ist. Ich fühle mich selbst wie ein Abdruck, - so ein bisschen. Aber Annäherung an etwas Wahnsinniges, an etwas, das gleitet: Glück. Zufriedenheit. Auch: Einsamkeit. Eine Liebe ins Leben schütten wie wenn sich einer Teewasser einschüttet ins Glas, und warm und sanft verlischt das Durchsichtige zu weißem Nebel, der nach irgendetwas duftet, der nach irgendetwas schmeckt, was sich Zerbrechlichkeit nennt. Großes Wunder. Dass sich die Fremden gegenüber sitzen und mit Füßen Füße berühren, Zehen, Fersen, Knöchel und Spann, und kein Gefühl beschreibt es adäquat. Es jetzt ja nicht zurückziehen, nur ja nicht den Augenkontakt verlieren und dem Kopfdrehen nachgehen wie der Jagdhund der Beute, einfach lächeln und bestätigen, und aufmunternd die Hand auf die Schulter legen und sagen: Bitte, glaub immer an die Liebe, hör nicht auf an die Liebe zu glauben, bedenke die Liebe, und mit jedem Wort sich ein Gefühl ins Herz schrauben, das es festmacht am Gerüst der Möglichkeiten, der Träume und Wünsche, der ganzen Ideale, die ins Leben eingehn, die ausgehn, die sich schick machen zum Tanz und auch zur ersten Nacht schweißgetränkter Laken. Kann man das an den Händen abzählen? An unsren beiden? An einzelnen Fingern.

Ein Sommerwind geht mir durch den Kopf, und ich vermisse es, dieses Gefühl, das sich einstellt beim Schreiben, beim Fühlen, beim Reden mit den Freunden, die sich vor ein paar Tagen noch nicht kannten, und die doch etwas auslösen. Im Leben des andren. Niemand bleibt unverändert, denke ich, sage ich, schreib's mir auf in drei Worten, und sitze mit dem Teller am neuen Küchentisch und lache, und lache ehrlich, lache, weil das Lachen mich immer und immer befreit vom Ernst der Lage, vom Leeren des Glases in wenigen Schlucken, und das Lachen kommt überraschend über mich wie ein plötzlicher Regen. Könnte ich nur immer diese Lieder hören. Könnte ich nur immer, - immer und immer, - in diesem Zustand leben, in dem keiner weiß, dass er zu Ende gehen kann, jeder Zeit.

Und ein bisschen denke ich an D., wie er beim Hedonisten auf der Couch saß, mit den Beinen angewinkelt, und die Hand erst auf der Brust reibend, dann auf den Oberschenkeln, und den besoffenen Blick in die Ferne gerichtet, während der Mund vom Wollen sprach, vom Verlieren, von Angst, vom Bier, und ich saß da, im Grün des Lichts, im Orange, im Gespräch zweier anderer Menschen, dort in Mitte, und ich sah ihn an, sah, sah immer, und ich weiß nicht mehr, was ich sagte, weiß nicht mehr, was mein Gesicht wieder tat, - mein Gesicht, von dem ich annehme, dass es einmal dem entspricht, was ich fühle, was ich begehre und sehe, - und ich weiß nicht, wie das Gespräch dann verging, und möglicherweise ist es auch ganz egal, wie es ging, dieses Wort, das ich ihm gab zwischen zwei nippweise Schlucken, denn er ging auch. Am Ende der Tage. Und zurück blieb ein Gedanke, eine Erinnerung, ein verlorenes Notizbuch, das plötzlich wieder da ist, das jemand findet: Wie konnte ich vergessen?

Und aller Lotus schmeckt wie Galle.

Freitag, 19. März 2010

Lit.Cologne - 17.03.2010

ich war dort, las, stand und sprach, fast puppenhaft, - the spotlight was splendid, - fragen wurden gestellt und überstolpert; blicke wurden getauscht und verwegen um die ecke gebracht. das publikum nur eine wand aus dutzend menschen.

wer früher ging, der hörte mich nicht, denn ich war der letzte. der vierte von vier. und mein text war auch kein guter, eigentlich. diese lucia. ein text, wie er von vielen geschrieben wird. der jubel dauerte zehn sekunden, ein applaus, wie er eben gegeben wird, wenn man sich auf eine bühne setzt und sein herzblut ausschüttet. fragen stellten mir nur die jungen mädchen, sechzehnjährige; sie fragten, ob es nicht furchtbar sei, sich so mit dem wahnsinn zu beschäftigen. was ich geantwortet habe, weiß ich nicht mehr. vermutlich etwas partiell wahnsinniges. meine blicke gingen ins endlose.
ich dachte darüber nach, was es heißt, ein schriftsteller zu sein. ein schreiber. einer, der aus ventilen besteht. zu 100%. ich dachte an störtebeker, ich weiß nicht weswegen, und an einen tag im april als die sonne sich senkte auf fröhliche gesichter.

draußen war nicht berlin, sondern köln, und köln fühlte sich fremd an; eine dornenstadt, spreißelstadt, etwas, das ins auge geht und unter der haut bleibt. köln wollte nicht meins sein.

menschen reichten mir namen und gelächter, und ich lachte mit. die anderen und ich, wir waren gleich. wir teilten ängste, die jeder hat. jeder, der schreibt. unser jubel hielt fünfzehn minuten lang. bei mir zu hause würde sich der staub auf die tischlampe absetzen. die teller blieben ungespült, meine wäsche ungewaschen. ich wollte mit dem verantwortlichen sprechen, aber der verantwortliche fühlte keine verantwortung mehr, wir waren nur nummern, nur namen, nur texte, die man vergisst solange sie ungebunden bleiben. (würde jemand lucia mit nach hause nehmen?, ich meine: in gedanken? nur einer?) ich fühlte mich leer, ausgeschüttet wie ein glas wasser, klar und fließend, ja. aber ohne geschmack. ich irrte durch räume und zimmer, starrte mehr männern ins gesicht als frauen, zeigte alice schwarzer die speisekarte an der theke, - das kichern lauernd zwischen zähnen, - und stieß fast mit sandra hüller zusammen, der ich in die augen sah, entschuldigend, aber besinnungslos. sie gingen durch und durch, der ganze raum gehörte ihnen, all den menschen, dort an den tischen, dort mit dem ausblick auf den rhein, in schokolade getauchtes vergessen.

es war seltsam, das alles. es fühlte sich fremd an und wie aus der ferne hergeschrien. wo bin ich?, was mache ich da?, wohin führt das bloß? und alles, was ich hatte, war diese blöde fieberwahngeschichte und die andre, die kurzgeschichte, die ich mochte, obwohl sie nicht teil meiner erzählungen war. sonst nichts. sonst hatte ich nichts. habe ich nichts. präsens. wohin?, welches ziel? immer nur ein kreisen um die möglichkeiten, aber nie ein realisieren. übersättigung. melancholie. ein gefühl, dabei zu sein ohne es zu wissen. wie eine bleistiftmine, die bricht. vielleicht lag's an den pillen.

mir ist, als stolpere ich besinnlungslos von einem punkt zum andren. mehr! tun! jetzt! einfach alles, was sich bürde nennt und ablenkung zur seite schieben und das schreiben angehn wie das atmen. dabei liegt mir ein kuss auf den lippen, aber auch ein stacheldraht unter der haut; das geld versiegt jetzt auf zwei nachkommastellen im saldobereich und die unterstützung bricht demnächst ab; die zukunft, die zukunft, die hure, die ihre röcke nicht rafft, steht und winkt mir zum gruß, aber sie ist krank und rachitisch, sie gefällt mir nicht, diese wankende frau, und alles, an was ich denken kann, ist störtebeker. ich weiß nicht weswegen.



fazit. es war ein großer spaß, aber auch eine vorahnung all der kommenden dinge.

Samstag, 6. März 2010

analog.

ich fordere mehr resonanz.

(mehr schreiben).

dieses bloggen hier verliert seinen kontext. reingeschlichen wie der tellerwäscher steht die manie im raum & besieht sich die zerschundenen finger, - was?, dafür? für das schweigen gegen die werbetafel gerufen? verdammt: wissen, was man kann, sich aber dafür keinen lorbeerkranz aufsetzen; stattdessen fleißig dabei zusehen wie schlechteres gefressen wird.

ja, dammit. die sache mit köln verschiebt meine perspektive, gewissermaßen. dieses gewinnen durch zufall, dieses zensieren & ausschlachten des mülls aus den notizbüchern, das um-die-milch-schleichen, & irgendwie reicht die präsenz (hier) vielleicht gar nicht aus, hat nie gereicht, war nie wirklich vernünftig, - diese twoday-wunderlampe, aus der man die meisten geister schon hinausgerieben hat, die alten & guten, die guten & neuen, die phantome, deren gehen ich im kommen sah, - das ist vertan. alle andren schweigen...

das, was ich eigentlich mit dem bloggen erreichen wollte, ist im grunde längst erreicht worden; die übungen, die fingerspiele, - sie sind nicht mehr im selben maße notwendig. aber vernetzung, aber austausch, aber möglichkeiten. ein bisschen werbung. (oder mehr). ein bisschen mehr, - jetzt wird's zur lawine. zufriedensein mit der elite, sagte basti mal, aber die elite ist stumm (& er selbst war ohnehin schon immer in einem weitaus größeren rahmen tätig). ich selbst bin stumm. auch ich drehe mich nur im kreis, eigentlich. (längst gemerkt). immer wieder ist's versucht worden, aber jetzt, nach strobo muss es tatsächlich anders werden. größer, professioneller. ich will nicht mehr kleinlichtern elitären. ich brauche konkrete änderungen.

ja. streben nach berühmtheit?
nein. streben nach authentizität?
nein. streben nach verbesserung?
ja. eigentlich nach allem. wieder mal: maßlossein.

das schreiben wird mir immer eine übung bleiben, gewissermaßen. aber der rahmen... das potential... das darf nicht mehr so weitergehn. es ist ein verkaufen unter wert.

über ideen lässt sich nachdenken.
input lässt sich verwerten.
los jetzt.


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Chaos, Unverstand und Wahnsinn
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